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KI

Synthetische Daten

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Kurz erklärt

Synthetische Daten sind künstlich generierte Datensätze, die reale Daten nachbilden und für KI-Training, Tests und Analysen eingesetzt werden, ohne Datenschutzrisiken.

Synthetische Daten sind künstlich erzeugte Datensätze, die die statistischen Eigenschaften und Muster realer Daten nachbilden, ohne tatsächliche Informationen von echten Personen oder Ereignissen zu enthalten. Sie werden mithilfe von Algorithmen generiert und dienen als Alternative zu realen Daten für KI-Training, Softwaretests, Analysen und Forschung. Der große Vorteil: Synthetische Daten umgehen Datenschutzprobleme, da sie keine personenbezogenen Informationen enthalten.

Die Erzeugung synthetischer Daten erfolgt über verschiedene Methoden: Generative Adversarial Networks (GANs) erstellen realistische Datenpunkte, die von echten kaum zu unterscheiden sind. Simulationsmodelle generieren Daten basierend auf definierten Regeln und Verteilungen. Und LLMs können strukturierte Testdaten erzeugen, die bestimmte Szenarien abbilden. Die Qualität synthetischer Daten wird daran gemessen, wie gut sie die statistischen Eigenschaften der realen Daten widerspiegeln.

Der Einsatz synthetischer Daten wächst rasant, nicht nur aus Datenschutzgründen. In vielen Bereichen sind reale Daten schlicht nicht in ausreichender Menge oder Vielfalt verfügbar. Autonome Fahrzeuge werden mit synthetischen Verkehrsszenarien trainiert, medizinische KI mit generierten Patientendaten und Betrugserkennungssysteme mit simulierten Betrugsmustern. Synthetische Daten können auch gezielt Lücken in realen Datensätzen füllen und so Bias reduzieren.

Bedeutung für Unternehmen

Für Unternehmen lösen synthetische Daten eines der größten Hindernisse bei der KI-Einführung: den Mangel an geeigneten Trainingsdaten. Gerade in regulierten Branchen wie Finanzwesen, Gesundheit und Versicherung können sensible Kundendaten nicht ohne Weiteres für KI-Projekte verwendet werden. Synthetische Daten ermöglichen es, KI-Modelle zu entwickeln und zu testen, ohne reale Kundendaten zu gefährden. Das beschleunigt KI-Projekte und reduziert Compliance-Risiken.

Praxisbeispiel

Eine Versicherung möchte ein KI-Modell zur Schadensprognose entwickeln, darf aber die echten Schadendaten aus Datenschutzgründen nicht direkt verwenden. Stattdessen generiert sie einen synthetischen Datensatz, der die statistischen Muster der realen Daten abbildet – Schadenshöhen, Häufigkeiten, saisonale Schwankungen – ohne Bezug zu echten Versicherungsnehmern. Das KI-Modell wird mit den synthetischen Daten trainiert und erreicht eine Prognosegenauigkeit von 89 %.

Das lernen Sie im Seminar

Im KI Seminar für Fortgeschrittene lernen Sie, wann und wie synthetische Daten sinnvoll eingesetzt werden. Sie erfahren, welche Methoden zur Datengenerierung existieren, wie Sie die Qualität synthetischer Daten bewerten und in welchen Szenarien synthetische Daten reale Daten ergänzen oder ersetzen können.